Der Bundesrat verabschiedet das statistische Mehrjahresprogramm des Bundes 2011–2015

publiziert am 25.01.2012 auf der News-Website der Bundesverwaltung

Bern, 25.01.2012 - Der Bundesrat hat das statistische Mehrjahresprogramm des Bundes für die Legislaturperiode 2011–2015 verabschiedet. Das Programm gibt einen Überblick über die strategischen Ziele, die Prioritäten und die strategischen Aktivitäten aller Bundesstellen und wird den eidgenössischen Räten zur Kenntnisnahme vorgelegt. Neben den fünf festgelegten strategischen Zielen wurden thematische Schwerpunkte wie die Einführung eines statistischen Gesundheitsinformationssystems oder die Messung des gesellschaftlichen Fortschritts definiert.

Mit den strategischen Zielen des Mehrjahresprogrammes 2011–2015 soll sichergestellt werden, dass die Bundesstatistik qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte statistische Informationen liefert, wobei sie sich soweit wie möglich auf Verwaltungsdaten und -register stützt. Es wurden neue Statistiksysteme konzeptualisiert, die mit dem bisherigen monothematischen Denken brechen. Im System der Haushalts- und Personenstatistik (SHAPE) beispielsweise werden in harmonisierter und integrierter Form verschiedene Erhebungen und Statistiken zusammengefasst, die früher eigenständig geführt wurden (Volkszählung, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung, Haushaltsbudgeterhebung, Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen). Hier wird es darum gehen, die Umsetzung der neuen Systeme abzuschliessen und damit die Informationsverbreitung auf systematische und kohärente Weise zu verstärken. Schliesslich wird die Schweizer Statistik in internationalen Organisationen weiterhin eine anerkannte Rolle innehaben und über das Statistikabkommen zwischen der Schweiz und der EU aktiv am Europäischen Statistischen System teilnehmen.

Die Bundesstatistik wird von 2011 bis 2015 mit mehreren grösseren Herausforderungen konfrontiert sein. Die Zukunft der öffentlichen Statistik beruht auf der Verwendung von Verwaltungsdaten und -registern. Es gilt, einen angemessenen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, damit die vorhandenen Möglichkeiten voll ausgeschöpft und gleichzeitig die Sicherheit und Vertraulichkeit der Daten gewährleistet werden können. Durch die Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Quellen (Erhebungen, Register) wird es möglich sein, komplexe Statistiken zu erstellen und wertvolle Informationen zu Querschnittsbereichen zu liefern. Auch hier muss der Datenschutz während des gesamten Prozesses der Statistikproduktion sichergestellt sein. Die wissenschaftlichen Methoden zur Erstellung der Statistiken sind an die neuen Produktionsbedingungen und die zahlreichen durch die heutige Informations- und Kommunikationsgesellschaft hervorgebrachten Datenquellen anzupassen.

Das Mehrjahresprogramm stellt die Grundlage für die Planung der bundesstatistischen Aktivitäten der kommenden vier Jahre dar. Es ermöglicht es auch, die Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Statistik zu informieren. Die wichtigsten Aktivitäten und Projekte der unter das Statistikgesetz fallenden Institutionen werden in einem Anhang vorgestellt. Sie sind in 22 Statistikbereiche unterteilt und enthalten wertvolle Angaben zum Regionalisierungsgrad der Informationen.