publiziert am 28.07.2012 auf 20min.ch
Friedliche Kühe? Von wegen! Im Juli wurden zwei Frauen auf Alpweiden von Kühen angegriffen. Schuld daran waren aber Hunde, die sie erschreckt hatten. Ein Leinenzwang soll diese Gefahren jetzt bannen.
Wandern kann auch gefährlich sein. Nachdem im Juli zwei Frauen auf Alpweiden von Kühen angegriffen wurden, soll ein Leinenzwang die Gefahren verringern. «Ein Hund ist oft die Ursache für eine Kuh-Attacke», sagt Heinz Feldmann von der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) in der «SonntagsZeitung».
Vor allem Unwissen und Fehlverhalten führten zu Zwischenfällen. «Ich setze mich für einen Leinenzwang ein.» Freilaufende Hunde könnten einen enormen Schaden anrichten und die Tierhalter hätten keine andere Wahl als einen Leinenzwang. Einen solchen müssten Gemeinden oder der Kanton verfügen.
Hunde schrecken Herden auf
Mit dem geforderten Leinenzwang sollen auch die vorbildlichen Hundehalter geschützt werden. Bei der Attacke am Weissenstein Anfang Juli führte eine 69-Jährige einen Hund an der Leine. Trotzdem attackierte eine Kuh sie schwer. «Wir gehen davon aus, dass zuvor ein Zwischenfall, möglicherweise mit einem freilaufenden Hund, die Herde aufgeschreckt hat», sagt Feldmann.