Auf der Jagd nach den Elektronenlöchern: Molekularer Blick auf die solare Wasserspaltung

publiziert am 30.10.2012 auf der News-Website der Schweizer Bundesverwaltung

Dübendorf, St. Gallen und Thun, 30.10.2012 - Wasserstoff aus Sonnenlicht ist seit langem der Heilige Gral der nachhaltigen Energieversorgung. Eisenoxid ist ein viel versprechendes Elektrodenmaterial für die photoelektrochemische Wasserspaltung – nicht zuletzt, weil es billig, stabil, umweltfreundlich und in grossen Mengen verfügbar ist. Einem internationalen Forscherteam unter Leitung der Empa ist es nun gelungen, die molekularen Strukturänderungen einer Eisenoxidelektrode während der Wasserspaltung zu beobachten. Damit eröffnet sich die Möglichkeit zur günstigen Wasserstoffproduktion aus Sonnenenergie.

Hämatit, die mineralische Form von Eisenoxid (oder, banal gesagt, Rost), ist ein viel versprechendes Anodenmaterial für photoelektrochemische Zellen (PEC), weil sich mit ihm Sonnenlicht in einem breiten Spektralbereich einfangen lässt. Obwohl Hämatit theoretisch bis zu 15 Prozent der Sonnenenergie in Wasserstoff umwandeln könnte, ist die tatsächliche Effizienz deutlich geringer als die anderer Metalloxide. Das liegt an der molekularen Struktur des Hämatits, bei der Elektronenlöcher im angeregten Zustand nur für extrem kurze Zeit existieren.

Hilfreiche Löcher im Hämatit

Elektronen sind (negative) Ladungsträger, sie spielen diese Rolle allerdings nicht alleine. Wenn ein Elektron seinen Platz in der Kristallstruktur eines Halbleiters verlässt, hinterlässt es ein Loch, das sich quasi wie ein positiver Ladungsträger verhalten kann – vorausgesetzt, Elektron und Loch bleiben voneinander getrennt und verbinden sich nicht erneut. In der modernen Halbleiterelektronik sind Löcher wichtige Ladungsträger, ebenso wie in Batterien, Kondensatoren, Brennstoffzellen, Solarzellen und PEC. Sonnenlicht erzeugt in PEC-Elektroden permanent Paare aus Elektronen und Löchern, die an die Oberfläche diffundieren, dort Wasser spalten und Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen. Aufgrund der molekularen Struktur von Hämatit geht jedoch ein grosser Teil der Paare verloren, bevor er an der Oberfläche Wasser spalten kann.

Daher ist es wichtig, genauere Kenntnisse über den Zustand der Elektronenlöcher an der Oberfläche des Hämatits zu gewinnen. Bereits früher wurde vermutet, dass Hämatit zwei verschiedene Arten von Löchern mit unterschiedlichem Potenzial für Wasserspaltung bildet. Die Existenz der verschiedenen Typen von Löchern mit unterschiedlicher Reaktivität für Wasseroxidation hat weit reichende Auswirkungen auf die photoelektrische Leistungsfähigkeit von Hämatit. Allerdings ist es schwierig, diese Löcher zu detektieren, unter anderem, weil sie extrem kurzlebig sind.

Nicht alle Löcher sind gleich

In ihrer jüngst im «Journal of Physical Chemistry C» veröffentlichten Studie untersuchten die Empa-Wissenschaftler Artur Braun und Debajeet Bora sowie ihre Kollegen von der EPF Lausanne, der Universität Basel, aus China und den Vereinigten Staaten die photoelektrisch generierten Löcher in einer speziell konstruierten photoelektrochemischen Zelle während des Betriebs. Die Forscher zeichneten Absorptionsspektren von weichem Röntgenlicht auf, während die Zelle unter simuliertem Sonnenlicht oder im Dunkeln in Betrieb war und identifizierten zwei neue Spektralsignaturen, die von zwei unterschiedlichen Lochübergängen stammen. Laut Braun ist dies das erste Mal, dass die Elektronenstruktur einer PEC-Photoanode während einer Wasserspaltung analysiert wurde. «Die Vorbereitung für dieses äusserst komplizierte Experiment hat drei Jahre in Anspruch genommen», sagt Braun. «Schliesslich funktioniert Röntgenspektroskopie nur im Ultrahochvakuum – Photoelektrochemie hingegen funktioniert nur in Flüssigkeiten. Eine Kombination von beidem war allein aus technischer Sicht eine grosse Leistung. Dennoch würde ich sagen, dass wir grosses Glück hatten, die beiden Elektronenlöcher in einer funktionierenden PEC zu entdecken.»

Das bahnbrechende Experiment des Teams bewies die Bildung zweier verschiedener Typen von Elektronenlöchern an der Berührungsfläche von Halbleiter und Flüssigkeit – unter genau den Bedingungen, unter denen der Photostrom entsteht. Die quantitative Analyse der Spektralsignatur zeigte, dass beide Typen, im Unterschied zu früheren Spekulationen, zu dem entstehenden Photostrom beitragen. «Das ist ein Meilenstein beim Verständnis der solaren Wasserspaltung und eine ermutigende Neuigkeit für Wissenschaftler weltweit, die daran arbeiten, Hämatit für PEC-Photoanoden zu optimieren», sagt Braun.

Literaturhinweis
A Braun, K Sivula, DK Bora, J Zhu, L Zhang, M Grätzel, J Guo, EC Constable; Direct Observation of Two Electron Holes in a Hematite Photo-Anode during Photoelectrochemical Water Splitting; J Phys Chem C 116, 16870 (2012)

Hunde statt Kinder

publiziert am 29.10.2012 auf TagesAnzeiger.ch

Hierzulande gibt es mindestens so viele Hunde wie Kinder unter sieben Jahren. Die Zahl der Kinder sinkt, jene der Hunde steigt. Wird der Vierbeiner immer öfter zum Kinderersatz?

Am häufigsten heissen sie Rocky und Luna und sie werden immer mehr: Hunde in der Schweiz. Seit die Registrierungspflicht eingeführt wurde, ist die Zahl der Hunde stetig gestiegen: von gut 500'000 auf über 525'000 im vergangenen Jahr. Zwar sind die Zahlen mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen. Teilweise dürfte es sich immer noch um Nachregistrierungen von älteren Tieren handeln. Zudem wurden vor allem zu Beginn nicht alle Hunde in der Tierdatenbank Anis gestrichen, wenn sie gestorben sind. Der Rückgang von 2011 gegenüber dem Vorjahr dürfte denn auch nicht auf einen effektiven Rückgang zurückzuführen sein, sondern auf eine bessere Erfassung von verstorbenen Tieren. Aber unter dem Strich resultiert trotz dieser Einschränkungen ein Trend zu mehr Hunden.

Im Tessin gibt es gar mehr Hunde als Kleinkinder, wie die Sonntagszeitung «Il Caffè» kürzlich vermeldete. Laut dem kantonalen statistischen Amt ist die Zahl der 0- bis 6-Jährigen im Südkanton zwischen 2005 und 2010 von 21'270 auf 20'984 gesunken; diejenige der Hunde hat im gleichen Zeitraum von 19'500 auf 25'000 zugenommen. Gesamtschweizerisch haben die kleinen Zweibeiner statistisch noch den Vorrang vor den Vierbeinern: Den 526'000 registrierten Hunden standen 2011 rund 553'000 Kinder unter sieben Jahren gegenüber. Zieht man allerdings Expertenschätzungen in Betracht, wonach zehn Prozent der Hunde nicht registriert sind, dürften Rocky, Luna und Co. die Kleinkinder auch national überflügelt haben.

Lateiner lieben Hunde

Mit 77 registrierten Hunden pro 1000 Einwohner nimmt das Tessin einen Spitzenrang ein. Nur gerade fünf Kantone weisen eine höhere Dichte aus, darunter mit Jura (116), Waadt (86) und Freiburg (78) drei Welsche. Überhaupt befinden sich mit Ausnahme von Appenzell Ausserrhoden und Solothurn nur lateinische Kantone an der Spitze dieser Rangliste. Mit 68 Hunden auf 1000 Einwohner liegt Bern im Mittelfeld, mit einem Wert von 42 belegt Zürich den vierthintersten Platz. Ein Blick auf die Nachbarländer bestätigt, dass die Lateiner eine besondere Vorliebe für Hunde zu haben scheinen: In Frankreich und Italien liegt der Anteil der Haushalte mit mindestens einem Hund deutlich höher als in Deutschland und Österreich.

Die Zunahme von Hunden ist umso bemerkenswerter, als die Hürden für den Erwerb und die Haltung deutlich höher geworden sind. Einerseits haben Hunde ein Imageproblem, seit vermehrt über Kampfhundeattacken und ähnliche Vorfälle berichtet wird. Anderseits haben die meisten Kantone Hundehalterkurse und Bewilligungspflichten für gewisse Rassen eingeführt. «Die Schwelle für den Erwerb eines Haustiers ist gering, ausser bei den Hunden», bilanziert Eva Waiblinger vom Schweizer Tierschutz. Schwieriger geworden sei es insbesondere, grosse Hunde zu halten.

Vom Wach- zum Schosshund

Ein Blick auf die Registrierungsdatenbank Anis zeigt: Es gibt einen «eindeutigen Trend zu kleinen Hunden», wie es im Jahresbericht 2011 heisst. Im Durchschnitt aller Kantone hätten die kleinen Hunde bei den Registrierungen gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent zugenommen. Bereits in neun Kantonen machten diese über die Hälfte der neu gemeldeten Tiere aus (BS, GE, JU, NE, SH, TI, VD, VS, ZH). Aus der Praxis der Tierheime weiss Eva Waiblinger: «Kleine, weisse Hunde gehen am schnellsten weg.» Sie führt dies auch darauf zurück, dass «kleine, helle Hunde den Menschen weniger Angst einflössen als grosse schwarze».

Der Trend zu kleinen Hunden hänge auch mit dem Funktionswandel des Hundes zum Schosstier zusammen, sagt Waiblinger eine Entwicklung, die seit 40 Jahren im Gang sei. Und die sich nun auch «in eher ländlichen Gebieten» durchsetzt, wie Anis im Jahresbericht schreibt. Die höchste Zuwachsrate an kleinen Hunden verzeichneten Glarus, Obwalden und Schwyz. Das heisst im Klartext: Auch auf dem Land löst der Schosshund den Wachhund ab. Die Nachfrage nach Wachhunden sei «deutlich zurückgegangen», sagte Fabio Giussani, Präsident eines kynologischen Vereins im Südtessin in «Il Caffè».

Eine Art Ersatzfunktion

«Kleine Hunde sind handlich und lassen sich in der Wohnung halten», sagt Waiblinger. Nehmen sie dort zunehmend den Platz der Kinder ein, fragt sich mit Blick auf die eingangs erwähnten Zahlen. Der Hund als Kinderersatz sei eher die Ausnahme, meint die Expertin des Tierschutzes. Gleicher Ansicht ist Dennis C. Turner, der berühmte amerikanische Biologe und Tierverhaltensforscher, der seit langem in der Schweiz lebt. Es sei «nicht zutreffend, dass Heimtiere Kinderersatz sind, wie es oft heisst», sagte er früher in der Zeitschrift «Folio». Statistiken zeigten, dass der «weitaus grösste Teil der Heimtiere in Familien mit Kindern lebt».

Auf Nachfrage präzisiert er heute: «Es gab immer Leute, für die ein Heimtier ein Kinderersatz war, doch lebten und leben immer noch die Mehrheit der Hunde und Katzen in Familien mit Kindern und sind deshalb gesamthaft gesehen kein Kinderersatz.»

Allerdings haben die Familien hierzulande immer weniger Kinder, wie die Statistiker seit längerer Zeit belegen. Wenn sie gleichzeitig immer mehr Hunde – und andere Haustiere – haben, dürfte diesen halt trotzdem eine Ersatzfunktion zukommen. Indem sie nicht das Kind an sich ersetzen, sondern vielleicht dessen Brüderchen oder Schwesterchen.

«Schrei vor Glück? Eher Schrei vor Dummheit!»

publiziert am 17.10.2012 auf 20min.ch

In Reiden LU nimmt es der Pöstler ganz genau. Das stellte ein Leser-Reporter bei einer Kleider-Bestellung fest. Er brachte das Paket nur mit Werkzeug aus dem Milchkasten.

«Schrei vor Glück» heisst der Slogan des Versandhandels «Zalando». Zum Schreien war auch Leser-Reporter Pascal C.(34) bei einer Zalando-Bestellung zumute. «Doch nicht vor Glück, sondern vor Dummheit», sagt C. Denn der Reidener staunte nicht schlecht, als er vor ein paar Tagen zu seinem Briefkasten lief und den Milchkasten öffnete. «Da war mein bestelltes Paket mit meinem Polohemd und meinem Pullover drin - millimetergenau vom Pöstler in den Milchkasten reingepresst.»

C. begutachtete das Werk und fragte sich: «Wie kriege ich das Ding da bloss wieder raus?» Ein Finger zum Herausnehmen des Päcklis passte auf der Seite nämlich nicht mehr rein. «Ich habe zuerst zehn Minuten lang geflucht», erzählt C. Dann musste Werkzeug her. Mit einem Schraubenzieher gelang es C. schliesslich, das Paket Zentimeter für Zentimeter aus dem Kasten zu holen.

Reklamation an Post

Ob der Pöstler ihn einfach nur ärgern wollte oder ob er es schlussendlich nur gut gemeint hat, darüber ist sich C. nicht so sicher. «Schlau war das aber sicher nicht.» Deshalb habe er auch das Reklamations-Formular auf der Post-Webseite ausgefüllt.

Bestellen werde er bei Zalando trotzdem wieder. «Wenn der Pöstler das Paket nochmals in den Milchkasten tut, schiebe ich das Leere wieder zurück dorthin. Dann müsse der Pöstler das nächste mal - wie in der Werbung - klingeln kommen.» Und C. könnte dann tatsächlich statt aus Ärger vor Glück schreien.

Ist Ihnen schon einmal etwas Ähnliches passiert? Diskutieren Sie im Talkback über Ihre Erfahrungen mit Briefträgern.

Der evolutionäre Ursprung unserer Zähne

publiziert am 17.10.2012 auf der News-Website der Schweizer Bundesverwaltung

Villigen, 17.10.2012 - Bislang war umstritten, ob die frühesten Wirbeltiere, die Kiefer hatten, schon Zähne besassen oder nicht. Nun hat ein international zusammengesetztes Forschungsteam gezeigt, dass der urzeitliche Fisch Compagopiscis bereits Zähne hatte. Das deutet darauf hin, dass Zähne in der Evolution gemeinsam mit den Kiefern entstanden sind – oder zumindest kurz danach. Federführend bei dem Projekt waren Forscher der Universität Bristol (England), die entscheidenden Untersuchungen, die Einblicke in die Fossilien ermöglicht haben, sind an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz des Paul Scherrer Instituts in Villigen (Schweiz) durchgeführt worden. Die Forscher präsentieren ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Nature.

Ein schönes Lächeln braucht Kiefer und Zähne. Aber erst jetzt ist die evolutionäre Herkunft dieser Teile unserer Anatomie entdeckt worden. Möglich gemacht haben diese Entdeckung ein Teilchenbeschleuniger und ein längst ausgestorbener Fisch.

Alle heute lebenden Wirbeltiere – also solche mit einer Wirbelsäule –, die Kiefer haben, besitzen auch Zähne. Man hat aber lange Zeit angenommen, dass es frühe Wirbeltiere gab, die zwar schon Kiefer hatten, aber eben noch keine Zähne. Man stellte sich vor, dass sie ihre Beute mit kräftigen scherenartigen Kiefern fingen.

Neueste Forschungen unter der Federführung der Universität Bristol, die heute im Fachjournal Nature veröffentlicht worden sind, zeigen, dass schon die frühesten kiefertragenden Wirbeltiere Zähne hatten. Das deutet darauf hin, dass Zähne in der Evolution gemeinsam mit den Kiefern entstanden sind – oder zumindest kurz danach.

Dazu haben Paläontologen der Universität Bristol, des Natural History Museum (London) und der Curtin University (Perth, Australien) gemeinsam mit Physikern des Paul Scherrer Instituts PSI die Kiefer des urzeitlichen Fisches Compagopiscis untersucht.

Das Team hat Versteinerungen von Compagopiscis mithilfe von hochenergetischem Röntgenlicht aus der Synchrotron Lichtquelle Schweiz des PSI untersucht und dabei Aufbau und Entwicklung von Zähnen und Kiefern sichtbar gemacht.

Der Erstautor des Nature-Artikels Martin Rücklin von der Universität Bristol sagt: „Wir konnten alle Strukturen innerhalb der knöchernen Kiefer sichtbar machen: Gewebe, Zellen, Wachstumslinien, was uns ermöglichte, die Entwicklung von Kiefern und Zähnen zu studieren. Wir haben dann Vergleiche mit der Embryonalentwicklung heutiger Wirbeltiere angestellt. So konnten wir zeigen, dass Panzerfische, zu denen der untersuchte Fisch gehört, Zähne hatten.“

Mitautor Philipp Donoghue von der Fakultät für Erdwissenschaften der Universität Bristol sagt: „Das sind eindeutige Beweise, dass diese frühen kiefertragenden Wirbeltiere Zähne besassen. Diese Ergebnisse entscheiden die Debatte über den Ursprung von Zähnen.“

Mitautorin Zerina Johanson vom Natural History Museum sagt: „Diese wunderbar erhaltenen Fossilien aus Australien bergen viele Geheimnisse über unsere evolutionäre Herkunft, aber ihre Erforschung musste auf ein zerstörungsfreies Verfahren warten, wie wir es hier verwendet haben. Ohne die Zusammenarbeit zwischen Paläontologen und Physikern würde unsere Evolutionsgeschichte immer noch in Stein verborgen sein.“

Marco Stampanoni, Leiter der Synchrotrontomografiegruppe am Paul Scherrer Institut und Professor am Institut für Biomedizinische Technik der ETH Zürich sagt: „Wir haben zerstörungsfrei dreidimensionale Mikroskopbilder der untersuchten Objekte erzeugt. Dabei haben wir Synchrotronlicht aus der Synchrotron Lichtquelle Schweiz, einer sehr starken Röntgenlichtquelle genutzt. Dieses Verfahren erlaubt uns, ein perfektes digitales Modell des Fossils und detaillierte Einblicke in sein Inneres zu gewinnen – ohne das Fossil zu zerstören. Normalerweise liefert unsere Methode hochaufgelöste Bilder sehr kleiner Proben. Für dieses Experiment haben wir den Experimentieraufbau und die Rekonstruktionsalgorithmen modifiziert, um das Sichtfeld zu vergrössern, ohne aber die Auflösung zu verschlechtern.“

Die Arbeit wurde finanziert vom Siebten EU-Forschungsrahmenprogramm (EU Framework Programme 7), dem britischen Rat für Umweltforschung (Natural Environment Research Council) und vom Paul Scherrer Institut.

Text auf Grundlage einer Meldung der Pressestelle der Universität Bristol

Dreiste Diebe verärgern Genfer Obstbauern

publiziert am 17.10.2012 auf der Website des Schweizer Fernsehens

Schon manch ein Genfer Landwirt machte grosse Augen: Dann nämlich, wenn sich über Nacht wieder einmal Langfinger über Kirschbäume, Erdbeerfelder oder Himbeersträucher hergemacht hatten. Inzwischen sind die Diebe häufig gut organisiert und klauen im grossen Stil – mit entsprechenden Einbussen für die Bauern. 

Auf bis zu 40'000 Franken Verlust im Jahr kommen Landwirte wie Gilles Miserez von der Landwirtschaftsschule Lullier. In «Schweiz aktuell» berichtete er zusammen mit anderen Angestellten, wie dreiste Diebe dort inzwischen ganze Bäume leerpflücken und es so auf bis zu 600 Kilo Kirschen bringen – an einem Wochenende.

Vor allem in Grenznähe klagen Bauern inzwischen über immer mehr Diebstähle. Oft belassen es die Langfinger auch nicht mehr nur beim Erntegut, sondern lassen auch Traktoren, Werkzeuge oder Autobahnvignetten mitgehen – kurz gesagt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Mehrere Landwirte helfen sich inzwischen selbst – mit Feldwächtern, die fast rund um die Uhr auf Patrouille sind.

Hass macht kreativ: Was man mit einem Blechpolizisten anstellen könnte

publiziert am 16.10.2012 auf Blick.ch

BISCHOFSZELL - TG - Wer kennt sie nicht, wer wünscht sie nicht zum Teufel: diese Blechmonster, die (zu) schnelle Autofahrer abschiessen. Ein Blechpolizist-Hasser hatte jetzt eine kreative Idee.

«GRATIS ZUM MITNEHMEN» - die Botschaft auf einer Strasse in Bischofszell dürfte ankommen: Wer immer dazu bereit sein mag, der dürfe dieses ungeliebte Ding einfach mitnehmen. Vollkommen gratis!

Bei der Kantonspolizei Thurgau weiss man noch nichts von diesem kreativen Akt. Grund zum Handeln? «Jetzt ist es ja dunkel», sagt ein Kapo-Sprecher um 19:37 Uhr zu Blick.ch. Das sehe jetzt sowieso niemand mehr.

Ob er davor warnen wolle, das Ding mitzunehmen, denn das sei doch gewiss illegal? Der Kapo-Sprecher: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so blöd sein könnte, die Aufforderung ernstzunehmen.»

Munder Safran genetisch durchleuchtet

publiziert am 16.10.2012 auf der Website des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements

Conthey, 16.10.2012 - In der Gemeinde von Mund im Oberwallis wird der Munder Safran seit dem Mittelalter nach alter Tradition angebaut. Beim Vergleich der DNA-Analyse mit rund zehn anderen Safran-Populationen aus acht Ländern zeigt die Munder Population keinerlei genetische Unterschiede. Bei einer Population aus Marokko wurde jedoch ein seltener Fall einer genetischen Variabilität nachgewiesen.

Der Safran (Crocus sativus L.) ist das teuerste Gewürz der Welt. Vermutlich gelangte es im 14. Jahrhundert von Spanien in die Schweiz. Heute werden nur noch rund 2 ha angebaut, die Mehrheit davon in Mund im Oberwallis, wo eine winzige Parzelle seit dem Mittelalter kontinuierlich angebaut worden sein soll.

Der Safran ist steril und seine Vermehrung erfolgt nicht generativ über Samen, sondern einzig vegetativ über Knollenbildung. Somit sind sämtliche weltweit angebauten Safranpflanzen Klone ein und desselben, ursprünglichen Individuums. Dennoch kann eine gewisse morphologische (z.B. Form und Länge der Blätter) und phänologische (Blühperiode) Variabilität festgestellt werden. Zudem wurden mehrere Klone von wirtschaftlicher Bedeutung gezüchtet. Genetisch gesehen wurde diese Variabilität praktisch nie nachgewiesen, da alle Individuen das gleiche Profil aufweisen. Anhand von 40 RAPD Molekularmarkern (Random Amplification of Polymorphic DNA) haben Agroscope-Forschende die mittelalterliche Pflanzung von Mund mit 13 anderen, kürzlich ins Wallis eingeführten Populationen aus folgenden Ländern resp. Gebieten verglichen: Frankreich (2), Niederlande (2), Italien (1), Kaschmir (2), Marokko (2), Portugal (1), Spanien (1) und Türkei (2). Praktisch alle Herkunftsgebiete wiesen das gleiche RAPD-Profil auf, was die genetische Homogenität des Safrans bestätigt. Einzige Ausnahme bildete eine Pflanze aus Marokko, welche sich bei 28 der 40 Marker stets von den anderen unterschied.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die historische Population von Mund bei der RAPD-Analyse von allen anderen Populationen nicht unterscheidet. Ausserdem konnte die Existenz einer seltenen genetischen Variation für eine Population aus Marokko nachgewiesen werden. 

Immer im Kreis herum

publiziert am 15.10.2012 auf Blick.ch

Seit 110 Jahren zeigt der Tacho das Tempo an. Aber wie – und warum?

Das Problem ist nicht technisch, sondern menschlich. «Unser Gleichgewichtsorgan kann Beschleunigung fühlen, nicht aber Konstanttempo», erläutert Eelco Spoelder, Leiter Instrumente beim Autozulieferer Continental. Deshalb brauchte es, nachdem das Auto 1886 fahren gelernt hatte, den Geschwindigkeitsmesser – also den Tacho.

Der Ingenieur Otto Schulze meldet im Oktober 1902 im kaiserlichen Patentamt Berlin den Wirbelstromtacho an: Eine Welle überträgt die Raddrehzahl an einen Magneten. Der rotiert und erzeugt Wirbelströme in einer Metallscheibe. Die bewegt sich – und die Nadel. Heute gehts elektronisch: Ein Sensor misst Rad- oder Getriebedrehzahl, ein Schrittmotor bewegt die Nadel. Falls es eine gibt: Manch neues Auto hat Skala und eine Nadel, aber beides ist in Wahrheit nur mehr ein Bild auf dem Monitor.

Ob analog oder digital: Bis heute sind Tachos meist rund. «Das ist intuitiv abzulesen», erklärt Spoelder, sprich: aus dem Augenwinkel. Weder Walzen- noch Bandtacho mit drehender, Quer- oder Hochkant-Skala noch das volldigitale «Mäusekino» (erstmals 1986 im VW Golf GTI) mit Digitalziffern änderten das. Digitalanzeigen bleiben selten und kommen nur oft zusätzlich, zum Beispiel im Headupdisplay, zum Einsatz.

Das gespaltene Dorf

publiziert am 15.10.2012 auf TagesAnzeiger.ch

Im Tessiner Ort Bissone geht es drunter und drüber. Gemeindepräsident Ludwig Grosa sitzt in U-Haft und hat abgedankt. Die Geschäftsführung der Gemeinde wird von der Staatsanwaltschaft geprüft. 

Das Namensschild an der Tür zum Büro hängt noch: Sindaco Ludwig Grosa. Doch seit über einer Woche kann der 45-Jährige das Gemeindehaus von Bissone nicht mehr betreten. Denn Grosa sitzt im Untersuchungsgefängnis Farera bei Lugano. Mindestens fünf Wochen muss er dort in Einzelhaft schmoren.

Die von der Staatsanwaltschaft publizierte Liste der Vorwürfe ist lang und eindrücklich: Erpressung, Verleumdung, falsche Anschuldigungen, Zwang, Amtsmissbrauch, passive Bestechung und ungetreue Amtsführung. Die Vorwürfe stehen in Zusammenhang mit der Überbauung einer Liegenschaft. Grosa soll für die wohlwollende Behandlung der Baugesuche durch die Gemeinde mehrere Hunderttausend Franken gefordert haben. Er selbst bestreitet dies. Von seinem Amt als Sindaco ist er jedoch zurückgetreten.

Es ist das abrupte Ende einer politischen Karriere, die vor knapp zehn Jahren begann und einigen Staub im Südkanton aufwirbelte. Grosa, ein smarter und stets perfekt gekleideter Dandy-Typ, war 2003 in seinen Heimatkanton zurückgekehrt, nachdem er über Jahre im Auftrag der Uhrenindustrie um die Welt getingelt war. Womit der Absolvent einer Handelsschule im Tessin seinen Lebensunterhalt verdiente, war jedoch nicht mal den Bewohnern von Bissone klar, wo er Wohnsitz genommen hatte.

«Bulgarische Verhältnisse»

Bekannt wurde Grosa durch seinen militanten Kampf gegen die Lärmschutzwände entlang der A2. Die parallel zur Bahnlinie verlaufende Autobahn trennt seit ihrem Bau 1966 den am Luganersee gelegenen alten Dorfkern von der neuen Villensiedlung am Hang und schneidet den Ort in zwei Teile. Statt der inzwischen fertiggestellten, gigantischen Lärmschutzverbauungen wollte Grosa eine Überdachung der Verkehrsschneise erreichen, um die Nahtstelle zu schliessen. Auf dem Dach sollten Rasenflächen und Einfamilienhäuser entstehen.

Nur: Der Entscheid war längst gefallen. Ausschreibungen und Auftragsvergaben für die Lärmschutzwände konnten nicht annulliert werden. Daher fand Grosa bei den etablierten Parteien kein Gehör. Doch bei der Bevölkerung der 800-Seelen-Gemeinde stiess sein unkonventioneller Einsatz auf viel Sympathie, zumal der nette Mann auch gerne alten Damen eigenhändig beim Überqueren der Strasse half. Um seiner Forderung nach einem Trottoir entlang der Kantonsstrasse Nachdruck zu verleihen, blockierte er schon mal das Auto von Staatsrätin Laura Sadis. Und im Zusammenhang mit einem Streit mit dem Bundesamt für Strassen machte er auf sich aufmerksam, als er sich an ein Gitter fesselte.

2004 hatte Grosa die Partei Nuova Bissone gegründet und wurde auf Anhieb in die Exekutive gewählt. 2008 folgte die Wahl zum Gemeindepräsidenten und im April dieses Jahrs eine blendende Bestätigung. Seine Partei erreichte die absolute Mehrheit im kleinen und grossen Gemeinderat. Seither sprach man von «bulgarischen Verhältnissen». Der Siegeszug von Nuova Bissone ging in erster Linie zulasten der FDP, die über Jahrzehnte das Sagen hatte.

Unkonventionell oder illegal?

Doch in den letzten Monaten verdichteten sich die Anzeichen, dass der Stil von Nuova Bissone in jeder Hinsicht unkonventionell ist, womöglich sogar illegal. Rechnungen der Gemeinde sollen schwarz und ohne Abrechnung der AHV bezahlt worden sein; Überweisungen gingen an dubiose Firmen. Die Renovation des öffentlichen Schwimmbads ist ein Kapitel für sich: Die Buchführung ist offenbar haarsträubend, die bezahlten Preise überrissen. Das Dossier wird nun vom Gemeindeinspektorat auf administrative Mängel und von der Staatsanwaltschaft auf allfällige Straftaten untersucht. In dieser Affäre hat die Staatsanwaltschaft mittlerweile auch eine Ermittlung gegen den Gemeindeschreiber Bissones bestätigt. Er steht unter dem Verdacht der ungetreuen Amtsführung und des Amtsmissbrauchs.

Angesichts dieser Entwicklungen wundert es nicht, dass letzte Woche in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Verhaftung Grosas die Wogen hochgingen. Im schmucken Geburtsort des Barockbaumeisters Francesco Borromini (1599–1667), dessen Konterfei die alte Hundert-Franken-Note zierte, ist die Stimmung mehr als gereizt. «Nur ein Rücktritt der Vertreter von Nuova Bissone im Municipio kann diese Situation noch retten», sagte ein SP-Vertreter unter dem Beifall des Publikums. Doch der Beifall spiegelt nur eine Seite. Die Bevölkerung von Bissone ist tief gespalten. «Das Ganze ist eine Inszenierung, um den Sindaco auszuschalten», sagt eine Zeitungsverkäuferin. Damit liegt sie ganz auf der Linie von Lega-Boss Giuliano Bignasca, der behauptet, die Staatsanwaltschaft agiere in dieser Sache politisch. Grosa hatte aus seiner Nähe zur Lega nie einen Hehl gemacht und – erfolglos – für den Grossen Rat kandidiert.

Glühende Anhänger

Wenig beeindrucken von den Rücktrittsforderungen lässt sich Vize-Bürgermeisterin Daniela Marazzi Fontana, eine glühende Anhängerin des inhaftierten Grosa. «Nicht im Traum denke ich an einen Rücktritt», sagte sie. Sie haben einen Auftrag von ihren Wählerinnen und Wählern. Einigen ihrer Parteikollegen in der Legislative ist offenbar mulmiger zumute. Sie lehnten die Rechnung 2011 ab.

Die Gegner von Nuova Bissone werden kaum umhinkommen, Unterschriften zu sammeln, um Neuwahlen durchzuführen. Dies ist frühestens ein Jahr nach den ordentlichen Wahlen nötig, das heisst ab dem 1. April 2013. Es sei denn, der Tessiner Staatsrat kommt der Forderung der SP nach, die Gemeinde kommissarisch verwalten zu lassen. Doch dies wäre ein heikles Unterfangen, wie Gemeindeinspektor Elio Genazzi sagt: «Das jetzige Municipio wurde demokratisch gewählt.» Eine kommissarische Verwaltung käme wohl erst in Betracht, wenn die Staatsanwaltschaft strafrechtlich relevante Vergehen festgestellt habe. Dem gespaltenen Dorf am Luganersee stehen weiterhin unruhige Zeiten bevor.

Vampir-Dino war Vegetarier

publiziert am 04.10.2012 auf 20min.ch
 
Er hatte Eckzähne wie ein Vampir und sah aus wie ein Stachelschwein auf zwei Beinen: Forscher haben das 200 Millionen Jahre alte Fossil eines Zwergdinosauriers aus Südafrika untersucht.
 
Es handelt sich um einen der kleinsten Saurier, die jemals entdeckt wurden: Der Pflanzenfresser mit dem wissenschaftlichen Namen Pegomastax africanus (zu deutsch etwa «afrikanischer Dickkiefer») war etwa 60 Zentimeter gross und wog weniger als eine Hauskatze. Das berichtet der Wissenschaftler Paul Sereno von der Universität Chicago im Journal «Zookeys» und auf der Webseite der National Geographic Society.
 
Das Fossil des Dinosauriers war bereits in den 1960ern in Südafrika gefunden worden. Sereno entdeckte es in einer Sammlung an der Harvard-Universität und untersuchte die Anatomie und Lebensgewohnheiten des Tieres.
 
Der Paläontologe berichtet, der Zwergsaurier habe einen kleinen Papageien-ähnlichen Schnabel gehabt und zwei scharfkantige grosse Eckzähne.
 
Das sei sehr selten, dennoch geht der Forscher davon aus, dass der Zwergsaurier Pflanzenfresser war. Die abgenutzten Seiten seiner Zähne und der beschädigte Zahnschmelz liessen darauf schliessen, dass er sie eher zum Greifen und Graben verwendet habe, als um Fleisch zu zerbeissen. Der Körper des Dinosauriers sei mit Borsten bedeckt gewesen, ähnlich wie bei einem Stachelschwein.

Wie ich Freunde loswerde

publiziert am 04.10.2012 auf TagesAnzeiger.ch
 
Sie haben zu viele Freunde auf Facebook? Kein Problem. Wir haben zehn Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand ihren Freundeskreis verkleinern.
 
Man kann sich über so vieles auf Facebook ( 21.83 -1.98%) nerven, insbesondere aber über die fehlende Medienkompetenz vieler Anwender. In den nachfolgenden zehn Tipps erklären wir, was man auf Facebook tun sollte, will man schnell Freunde und Fans vergraulen.
 
Jeder Ihrer Links interessiert jeden

Zugegeben, Facebook bietet eine gute Möglichkeiten, Informationen aller Art zu teilen. Der Mix machts aus. Eine Mischung aus Kochen, juristischen Beiträgen, Blogartikel über die Haltung von Katzen, aktuellen Trends aus der Applewelt und gleichzeitigen Hinweisen auf die Parolen von politischen Parteien tragen zur Bildung enger Freundschaften auf Facebook bei. Am besten teilen Sie täglich zehn Links, möglichst alle gleichzeitig oder in ganz kurzen Abständen hintereinander.
 
Posten Sie möglichst viele Einzelbilder an Ihre Pinnwand

Täglich werden rund 325 Millionen Bilder auf Facebook hochgeladen. Die Möglichkeit, Bilder in Alben zu sammeln und gemeinsam hochzuladen, ist eine tolle Funktion auf Facebook, die Sie am besten nicht nutzen. Optimalerweise laden Sie jedes Foto einzeln via Pinnwand hoch, so gehen Sie sicher, dass Ihre Freunde jedes einzelne Bild sehen und kommentieren können.
 
Verknüpfen Sie Twitter, Foursquare und Youtube mit Ihrer Pinnwand

Twitter und Facebook sind von der Nutzung her sehr ähnlich, entsprechend auch die Zielgruppe, die Reichweite und die Updatefrequenz. Optimal ist es, wenn Sie Facebook und Twitter miteinander verknüpfen und jede Meldung auf beiden Netzwerken gleichzeitig Ihren Freunden mitteilen. Perfekt ist es dann, wenn möglichst die gleichen Personen Ihnen auf beiden Kanälen folgen. Durch Systemmeldungen auf Twitter wie «Ich habe ein neues Album auf Facebook hochgeladen», «XY hat sich am Bahnhof Zürich eingecheckt» sowie die unzähligen täglichen Statusupdates gehen Sie sicher, dass Ihr Freundeskreis nichts verpasst. Auch die Information, dass Sie auf Youtube ein neues Video hochgeladen oder ein Video bewertet haben, ist für Ihre Freunde äusserst spannend. 100 Prozent auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie via Twitter den Hinweis «Ich habe ein neues Album auf Facebook hochgeladen» posten und bei eingeschalteter Synchronisierung auf diese Information auf Facebook direkt unterhalb des Bilderuploads gleich nochmals im Newsfeed hinweisen. Auch Check-in-Meldungen von Foursquare erhalten die doppelte Aufmerksamkeit, wenn der Dienst mit Facebook verbunden ist, noch grösser wird der Effekt, wenn Sie parallel dazu mit Facebook ebenfalls einchecken. Die in Twitter gesetzten Hashtags sehen in Facebook toll aus und demonstrieren Ihren Freunden Ihr breites Social-Media-Wissen.
 
Facebookseiten und -Profile synchronisieren

Sie betreiben eine Facebookseite? Unterlassen Sie es bitte nicht, jede Meldung, welche Sie über Ihre Facebookseite an Ihre Fans ausgeben auch im privaten Profil zu teilen. Nur so haben Ihre Freunde, die es versäumt haben, Fan Ihrer Seite zu werden, die Möglichkeit, die Aktualisierungen Ihrer Seite ebenfalls zu erhalten. Vergessen Sie auch nicht, regelmässig Ihre Freunde über die Existenz Ihrer Facebookseite zu informieren.
 
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Weisen Sie auf Rechtschreibfehler hin

Die meisten Facebooknutzer wenden Stunden dafür auf, ihre Beiträge in Facebook zu erstellen und geben sie im Normalfall einem Lektorat zur Überprüfung. Weisen Sie unbedingt den Autor eines Newsbeitrages auf Schreibfehler hin und helfen Sie ihm, seine sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern.
 
Antworten Sie auf Fragen mit einem «gefällt mir»

Viele Fragen auf Pinnwänden beabsichtigen einen Kommentar – klicken Sie wenn immer möglich bei Fragen auf «gefällt mir», damit der Fragestellende weiss, dass Sie die Frage verstanden haben.
 
Laden Sie alle Freunde zu Spielen ein

Spiele auf Facebook sind sehr unterhaltsam. Noch mehr Spass machen Spiele, wenn Sie alle Ihre Freunde dazu einladen. Optimalerweise nehmen Sie auch an allen Quiz-Spielen teil. Ihre Freunde freuen sich sehr, wenn Sie für sie das Quiz «Ist dein Freund X ein guter Liebhaber» ausfüllen und den Hinweis auf das Ergebnis direkt an ihrer Pinnwand publizieren. Auch die Nutzung von Applikationen wie Shazam und Spotify erfreut Ihre Freunde, vor allem, wenn Sie neue Ergebnisse und Spielstände alle fünf Minuten veröffentlichen.
 
Machen Sie immer und überall Fotos für Facebook

Das Publizieren von Fotos auf Facebook hat seinen Reiz. Machen Sie deshalb möglichst viele Fotos von sich, Ihren Freunden und Bekannten, optimalerweise am Betriebsfest, unter Alkoholeinfluss, von strippenden oder alkoholisierten Freunden, und posten Sie diese Fotos laufend auf Facebook. Diese Fotos sind ein Garant für viele Kommentare und «Gefällt mir»-Klicks.
 
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Ex-Politiker zertrümmert mit Axt Schaufenster

publiziert am 03.10.2012 auf 20min.ch
 
Schock für einen Optiker aus Bülach: Ein Mann schlägt in blinder Wut die Schaufenster seines Geschäfts ein, eins nach dem andern - mit einer Axt. Der Täter ist ein Ex-Politiker.
 
Es geschah am Dienstag kurz vor 14 Uhr: Bassam Hami (46), Inhaber der Brillenfactory in Bülach, hörte plötzlich Glas klirren. «Als ich nachschaute, sah ich einen Mann, der mit einer Axt ein Schaufenster nach dem anderen zertrümmerte», so Hami. Weil er Angst gehabt habe, dass der Mann mit der Axt auch ihm etwas antun könnte, habe er nicht eingegriffen.
«Als er mit allen Scheiben fertig war, ging er einfach langsam weiter, und ich folgte ihm mit Abstand», sagt Hami. Als Nächstes machte der Mann in einer Apotheke Halt, weil er sich offenbar bei seiner Tat an der Hand verletzt hatte.
 
Täter ist ein umstrittener Grünliberaler
 
«Beim Bahnhof konnten wir den offenbar psychisch angeschlagenen Mann festnehmen», bestätigt Kapo-Sprecher Stefan Oberlin den Vorfall. Den Sachschaden am Optikergeschäft schätzt die Polizei auf 15 000 Franken.
 
Brisant: Beim Täter handelt es sich um den ehemaligen grünliberalen Politiker Y. V.* Er war 2010 als Parlamentspräsident einer Zürcher Gemeinde abgesetzt worden, nachdem er in einer 1.-August-Rede gesagt hatte, er sei gegen die Ansiedlung «nicht-weisser» Menschen in Europa. Hami, der den Ex-Politiker vorher nicht gekannt hatte, vermutet nun, dass der Mann sein Geschäft aus rassistischen Motiven angegriffen hat. «Vielleicht störte ihn meine braune Hautfarbe», so der gebürtige Jordanier mit Schweizer Pass.
 
*Name der Redaktion bekannt, Initialen geändert

Die Invasion der Schwarzmeergrundeln

publiziert am 03.10.2012 auf NZZ.ch

Seit vielen Jahren befürchten Schweizer Fischereifachleute eine Invasion von Fischen aus dem Schwarzen Meer in das Rheineinzugsgebiet. Die Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals vor 20 Jahren macht es möglich, dass ursprünglich dort, im sogenannten ponto-kaspischen Raum, heimische Arten ihre natürlichen biogeografischen Grenzen überschreiten. Es sind vor allem fünf Grundelarten, als «Schwarzmeergrundeln» zusammengefasst, die den Experten Sorgen bereiten. Denn auch die Folgen anderer menschlicher Aktivitäten wirken einladend auf diese Tiere. Der Anstieg der Wassertemperaturen und die Veränderung der Lebensräume durch Stauhaltungen und Verbauungen schaffen Bedingungen, zum Beispiel langsam fliessende oder stehende Gewässerabschnitte, unter denen sie sich wohl fühlen. So sind sie etwa im Rhein bei Basel, gegenüber der Mündung der Birs, massenhaft vertreten.

Schlechte Schwimmer

Vor einem Jahr wurden im Rhein oberhalb des Kraftwerks Birsfelden erstmals Bestände von Kesslergrundeln beobachtet, die sich fortpflanzen. Seit Juni fängt unsere Forschungsgruppe in den von uns im Rheinhafen Kleinhüningen ausgelegten Reusen auch Schwarzmundgrundeln. Wie diese sich ausbreiten, ist unklar: Zu wenig ist bekannt über diese Arten, die zoologisch der Familie der Gobiiden zuzurechnen sind. Man weiss zum Beispiel, dass sie im Laufe der Evolution die Schwimmblase aufgegeben haben und vorwiegend am Boden leben. Sie laichen zweimal im Jahr und haben ein sehr breites Spektrum an Beutetieren, das viele Bodenlebewesen, kleine Fische und Fischeier umfasst. Sie bevorzugen wärmere Gewässer und sind als schlechte Schwimmer bekannt.

In Anbetracht der tausend Kilometer Entfernung, die sie in weniger als 10 Jahren vom Donauraum bis nach Basel bewältigt haben, ist es daher unwahrscheinlich, dass sie aktiv schwimmend zu uns gelangt sind. Eventuell heften sie sich mithilfe ihres Bauchsaugnapfes, einer Umbildung ihrer Bauchflossen, an Schiffe und lassen sich so stromaufwärts transportieren. Möglicherweise kleben sie auch ihren Laich an Schiffsrümpfe, oder sie gelangen als Larven mit dem Ballastwasser von Schiffen in neue Regionen. Sie könnten auch als Köderfische oder mit Besatzfischen in andere Gewässer gebracht worden sein.

Folgen für die Ökosysteme

Die Schwarzmeergrundeln gelten aufgrund ihrer Ausbreitungsfreudigkeit und Fortpflanzungspotenz als invasive Arten und können in kurzer Zeit grosse Bestände bilden. So findet man entlang des österreichischen Donauufers bis zu 435 dieser Einwanderer auf 100 Metern Uferlänge. Bei diesen Dichten sind Auswirkungen auf die einheimische Fauna unausweichlich. Die Schwarzmeergrundeln treten gegenüber heimischen Arten als Nahrungs- und Raumkonkurrenten auf. So verdrängen sie ansässige Groppen sogar aus bereits besetzten Laichhöhlen. Als bedeutende Laichräuber können sie zudem bis zu drei Viertel ihres Körpergewichtes an Fischeiern fressen und spüren dabei bis zu 80 Prozent der in Laichgruben verborgenen Eier auf.

In den USA sind diese Grundeln seit den 1990er Jahren anzutreffen. Wahrscheinlich über Ballastwasser gelangten sie aus dem Schwarzen Meer in die Grossen Seen im Norden der USA. Dort haben sie, vermutlich durch Wegfressen der Brut, einen fast vollständigen Reproduktionsausfall bei der heimischen Seeforelle verursacht. Auch weitergehende Auswirkungen der Grundeln auf von ihnen neu besiedelte Ökosysteme sind bekannt. An der Ostsee wurde seit der Ausbreitung der Schwarzmeergrundeln ein Anstieg der Kormoranpopulation um das Zehnfache verzeichnet. Dies zum einen, weil die Kormorane gerne Grundeln fressen, wenn diese im Überfluss vorhanden sind. Zum anderen, weil sie gegen deren Parasiten – anders als gegen die der einheimischen Fische – resistent sind. Die Zunahme der Kormorane dürfte die durch die Grundeln bedrängten heimischen Fische zusätzlich unter Druck setzen.

Die Folgen einer Invasion der Schwarzmeergrundeln in der Schweiz können wir heute noch nicht genau absehen. Klar ist, dass der kontinuierliche Zustrom der Grundeln aus dem Donauraum wegen der weitreichenden Vernetzung der Wasserstrassen Europas unausweichlich ist. Schon jetzt stellen sie 44 Prozent aller Fische in unseren Reusen in Basel. Von der Lebensweise her ist die Groppe die Art, die am unmittelbarsten von einer Grundelinvasion betroffen sein dürfte. Edelfische wie die Lachsartigen sind durch Laichfrass und Dezimierung ihrer Larven bedroht.

Vorbeugung als Königsweg

Im Kampf gegen die Invasoren gilt die Vorbeugung gegen die Ausbreitung und Ansiedlung als Königsweg. Und, allen Unkenrufen zum Trotz: Präventive Massnahmen sind möglich und können bei rechtzeitigem Einsatz erfolgreich sein. Eine Invasion kann am leichtesten im Frühstadium und mit natürlichen Mitteln bekämpft werden. Der Rote Sumpfkrebs im Schübelweiher bei Küsnacht etwa wurde erfolgreich eingedämmt, vorrangig durch den Besetzung des Weihers mit Aalen. In den Grossen Seen in den USA wurden die invasiven Grundeln durch Trüschen bekämpft, grosse Raubfische, die gerne bodenlebende Fische jagen. Innerhalb von drei Jahren bewirkte diese Massnahme einen Rückgang der dortigen Grundelpopulationen um fast 60 Prozent.

Möglichkeiten zum Eingreifen

Die Geografie der Schweiz bietet eine einmalige Chance, das Einfallstor der Grundeln zu kontrollieren. 68 Prozent der Schweizer Gewässer und die meisten Seen sind Teil des Rheineinzugsgebietes. Hier wirkt das Kraftwerk Rheinfelden als «Wächter»: An seinem schleusenlosen Damm endet die Rheinschifffahrt. Freizeitboote müssen über den Damm gehievt werden. Hierbei könnten sie auf anhaftende Organismen und Eier untersucht und von diesen gesäubert werden, ein Verfahren, das sich etwa an einem Seezufluss in den USA als erfolgreich erwiesen hat. Die beiden Fischtreppen am Kraftwerk erlauben dank ihren Zählbecken ein kontinuierliches Monitoring und gegebenenfalls Aussortieren invasiver Fische. Aufwand und Kosten eines solchen Managements dürften einen Bruchteil dessen betragen, was bei einer Invasion an Schäden zu erwarten wäre: In den USA beispielsweise belaufen sich die geschätzten Kosten, die durch die verschiedenen dort registrierten invasiven Fischarten entstehen – etwa aufgrund von Ausfällen in der Fischerei oder Bekämpfungsmassnahmen –, auf 5400 Millionen Dollar jährlich.

Um wirklich erfolgreich eingreifen zu können, ist jedoch noch einiges an Vorarbeit zu leisten. Erst die Kenntnis des Ausbreitungsmechanismus ermöglicht ein gezieltes Management – und Aufklärungskampagnen. Von diesem Wissen hängt es ab, ob etwa Fischer angeleitet werden, gefangene nichtheimische Tiere nicht in ein Gewässer zurückzusetzen, sondern den Fund zu melden, oder ob beispielsweise Massnahmen zur Reinigung von Schiffsrümpfen oder zur Kontrolle von Ballastwasser eingeleitet werden müssen. Auch Forschungsresultate zu den Räubern, die die Grundeln fressen, sind wichtig, damit entschieden werden kann, ob jene eventuell gezielt zur Bekämpfung eingesetzt werden können. Beobachtungen zum saisonalen Auftreten der invasiven Arten, zu ihren Laichgewohnheiten und ihrem Frassverhalten ermöglichen die Entwicklung von Strategien, um ihre Ausbreitung und den Schaden zu minimieren.

Elf Männer befreien Stier aus Jauchegrube

publiziert am 01.10.2012 auf 20min.ch
 
Im bernischen Uebeschi krachte am Sonntag der Boden unter einem 1,2-Tonnen schweren Stier zusammen - und er landete in einer Jauchegrube. Nur mit Mühe konnte ihn die Feuerwehr befreien.
 
Einen eher ungewöhnlichen Auftrag hat die Berner Berufsfeuerwehr am Sonntagvormittag gefasst: Nachdem ein Stier in eine Jauchegrube gefallen war, bedurfte es elf Feuerwehrleute, um das 1,2 Tonnen schwere Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien.
 
Kurz vor 11 Uhr alarmierte ein Bauer in Uebeschi die Berufsfeuerwehr Bern. Unter der Last des 1200 Kilo schweren Stiers hatte die Abdeckung der Jauchegrube nachgegeben, worauf das Tier in die drei Meter tiefe Grube stürzte, wie die Stadtberner Berufsfeuerwehr am Sonntag mitteilte.
 
Da sich der mächtige Stier unruhig verhielt, hielten die Feuerwehrmänner einen Abstieg in die Grube für zu gefährlich. Mit Hilfe von Stangen und Traggurten gelang es dann aber, das Tier mit dem Kranwagen unverletzt aus der Grube zu holen.