Dreiste Diebe verärgern Genfer Obstbauern

publiziert am 17.10.2012 auf der Website des Schweizer Fernsehens

Schon manch ein Genfer Landwirt machte grosse Augen: Dann nämlich, wenn sich über Nacht wieder einmal Langfinger über Kirschbäume, Erdbeerfelder oder Himbeersträucher hergemacht hatten. Inzwischen sind die Diebe häufig gut organisiert und klauen im grossen Stil – mit entsprechenden Einbussen für die Bauern. 

Auf bis zu 40'000 Franken Verlust im Jahr kommen Landwirte wie Gilles Miserez von der Landwirtschaftsschule Lullier. In «Schweiz aktuell» berichtete er zusammen mit anderen Angestellten, wie dreiste Diebe dort inzwischen ganze Bäume leerpflücken und es so auf bis zu 600 Kilo Kirschen bringen – an einem Wochenende.

Vor allem in Grenznähe klagen Bauern inzwischen über immer mehr Diebstähle. Oft belassen es die Langfinger auch nicht mehr nur beim Erntegut, sondern lassen auch Traktoren, Werkzeuge oder Autobahnvignetten mitgehen – kurz gesagt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Mehrere Landwirte helfen sich inzwischen selbst – mit Feldwächtern, die fast rund um die Uhr auf Patrouille sind.