Velokurier prügelt sich mit Feuerwehrleuten

publiziert am 19.02.2013 auf TagesAnzeiger.ch

Ein Erdrutsch hatte am Thunersee die Strasse verschüttet. Ein Velokurier wollte die Strassensperrung nicht akzeptieren. Er prügelte sich mit den Feuerwehrleuten, beschädigte zwei Autos und löste eine Polizeiaktion aus.

Eigentlich wäre alles ruhig gewesen in diesem Augenblick am Montag kurz vor 10 Uhr. Die Seestrasse ist gesperrt, der Start der Aufräumarbeiten beim Erdrutsch steht kurz bevor – und alle sind vor allem erleichtert, dass sich die beiden Autoinsassen in der Nacht zuvor aus ihrem sinkenden Fahrzeug retten konnten und sich niemand verletzt hat oder gar jemand gestorben ist.

Doch der Strasseninspektor und sein Stellvertreter, die beiden Feuerwehrmänner und der Wegmeister rechneten nicht mit dem Velokurier. Dieser raste nämlich an der Absperrung vorbei und wollte durchfahren.

Nach der Schlägerei geflohen

Als sich ihm die Männer in den Weg stellten und ihn aufhalten wollten, rastete der Radfahrer aus. Die Situation eskalierte und endete in einer Schlägerei. Er warf sein Velo in ein parkiertes Auto, der Strasseninspektor rief die Polizei zu Hilfe. Der Velokurier liess sich weiterhin nicht aufhalten, stieg auf sein Fahrrad, beschädigte beim Vorbeifahren mit einem Tritt ein weiteres Auto und floh. Der Wegmeister verfolgte ihn mit dem Auto vergeblich, auch die kurz darauf eintreffende Patrouille fand den Radfahrer nicht mehr. Gegen ihn wird nun Anzeige erstattet.