publiziert am 30.09.2012 auf 20min.ch
Die ländliche Gemeinde Beromünster macht auf Grossstadt: Ihre Webseite zeigt sich in 65 verschiedenen Sprachen.
In der Gemeinde Beromünster leben knapp 5000 Einwohner. Trotzdem bietet die Gemeinde auf ihrer Homepage die Möglichkeit, die Infos in gleich 65 Sprachen abzurufen. Diese Arbeit übernimmt Google Translator. So wird etwa bei einem Klick auf die englische Sprache aus dem Gemeindepräsidenten Charly Freitag Charly Friday. Dieser sagt: «Wir wollen Informationen für Einheimische und für Besucher aus dem Ausland anbieten.»
Soweit scheinen die Stadt und der Kanton Luzern noch nicht gekommen zu sein: Auf beiden Webseiten findet man auf der Titelseite keine Übersetzungsprogramme. Anders in Zug: Die Stadt bietet Infos auch in Englisch an. Der Kanton bietet zudem noch zehn weitere Sprachen an.
Übersetzungen aufwändig und teuer
Für Andreas Liebrich, E-Tourismus-Experte an der Hochschule Luzern, sind Informationen in Fremdsprachen wichtig. «Wenn man die Übersetzungen seriös macht, ist es ein grosser und teurer Aufwand», sagt Liebrich. Den Einsatz von Google Translator für offizielle Seiten erachtet er nur bedingt als nützlich: Das Programm stosse schnell an seine qualitativen Grenzen. Wenn auf offiziellen Seiten Übersetzungen angeboten würden, müssten in den Verwaltungen auch Personen mit entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen zur Verfügung stehen.
Übersetzungen aufwändig und teuer
Für Andreas Liebrich, E-Tourismus-Experte an der Hochschule Luzern, sind Informationen in Fremdsprachen wichtig. «Wenn man die Übersetzungen seriös macht, ist es ein grosser und teurer Aufwand», sagt Liebrich. Den Einsatz von Google Translator für offizielle Seiten erachtet er nur bedingt als nützlich: Das Programm stosse schnell an seine qualitativen Grenzen. Wenn auf offiziellen Seiten Übersetzungen angeboten würden, müssten in den Verwaltungen auch Personen mit entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen zur Verfügung stehen.